Grundrezept Sauerteig

Zutaten

Tag 1.

Tag 2.

Tag 3.

Tag 4.

Instructions

  1. Sauerteig selbst ansetzen – einfach Schritt für Schritt

    Sauerteig ist lebendig! Damit sich die natürlichen Hefen und Milchsäurebakterien wohlfühlen, braucht er vor allem Luft, Zeit und ein bisschen Geduld.

    Wichtig: Verwende keinen luftdichten Behälter. Ideal ist eine große Schüssel oder ein Glas, das du mit einem sauberen Tuch, einem locker aufgelegten Deckel oder einem Gärdeckel abdeckst. So kann Luft zirkulieren, ohne dass der Teig austrocknet.
    Zum Umrühren am besten einen Holz- oder Plastiklöffel verwenden – bitte kein Metall.


    Tag 1 – Der Start

    Mische 100 g Mehl (z. B. Roggen oder Weizen) mit 100 ml lauwarmem Wasser in einer ausreichend großen Schüssel.
    Rühre kräftig um, damit Luft untergeschlagen wird – das hilft den Mikroorganismen beim Start.

    Decke die Schüssel locker ab und lasse den Ansatz 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen.
    Alternativ kannst du auch ein sauberes Glas mit Schraubverschluss verwenden – wichtig ist, den Deckel nicht fest zuzudrehen.


    Tag 2 – Erste Aktivität

    Füttere den Ansatz mit 50 g Mehl und 50 ml lauwarmem Wasser.
    Gut umrühren, locker abdecken und erneut 24 Stunden ruhen lassen.

    Jetzt beginnt der spannende Teil: Erste kleine Bläschen und ein leicht säuerlich-hefiger Geruch zeigen, dass die Gärung eingesetzt hat.
    Keine Sorge, wenn noch wenig passiert – je nach Raumtemperatur kann das auch etwas länger dauern.


    Tag 3 – Der Sauerteig lebt

    Jetzt bekommt dein Sauerteig einen kräftigen Schub:
    Gib 100 g Mehl und 100 ml Wasser dazu und rühre alles gründlich durch.

    Lasse den Teig 12 Stunden ruhen, rühre ihn danach erneut um und gönne ihm weitere 12 Stunden Ruhezeit.

    Der Geruch sollte nun deutlich intensiver sein – eine Mischung aus Hefe, säuerlicher Milch und einem Hauch Essig ist völlig normal und ein gutes Zeichen.


    Tag 4 – Fast am Ziel

    Füttere den Sauerteig ein letztes Mal mit 50 g Mehl und 50 ml lauwarmem Wasser.
    Gut einrühren und nochmals 24 Stunden locker abgedeckt ruhen lassen.

    🎉 Herzlichen Glückwunsch! Dein Sauerteig ist jetzt backbereit.


    Was du jetzt mit deinem Sauerteig machen kannst

    Du hast nun aktiven Sauerteig, den du direkt zum Backen verwenden kannst.
    Wichtig: Hebe dir etwa 100 g als Anstellgut auf – das ist die Grundlage für all deine zukünftigen Brote.


    Anstellgut richtig aufbewahren

    Gib ca. 100 g Sauerteig in ein Glas mit lose aufgelegtem Deckel oder ein Schraubglas, das nur leicht zugedreht wird.
    Auch im Kühlschrank gilt: Sauerteig darf „atmen“.

    Im Kühlschrank hält sich das Anstellgut etwa 1 Woche frisch.


    So nutzt du dein Anstellgut weiter

    1. Zum Backen

    Wenn ich einen Teil meines Anstellguts zum Backen entnehme, füttere ich das restliche Anstellgut direkt wieder auf. Je nachdem, wie viel noch übrig ist, gebe ich 50 ml Wasser und 50 g Mehl dazu.

    Ist nur noch eine kleine Menge vorhanden (weniger als 50 g Anstellgut), füttere ich es entsprechend mit 25 g Mehl und 25 g Wasser.

    Alles wird gründlich verrührt und darf anschließend 12 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Danach stelle ich das Anstellgut wieder in den Kühlschrank, bis es erneut verwendet wird.


    2. Zum Auffrischen (wenn du gerade nicht backst)

    Damit dein Anstellgut aktiv bleibt, solltest du es einmal pro Woche füttern:

    • Rühre 50–100 g Mehl und die gleiche Menge Wasser unter.

    • Alternativ:
      50 g Anstellgut + 50 g Mehl + 50 ml Wasser
      (oder alles im Verhältnis 1:1:1 erhöhen).

    Zu viel Sauerteig? Kein Problem!
    Den Überschuss kannst du an Freund:innen oder Nachbarn verschenken 😊

    Nach dem Füttern bleibt das Anstellgut 12 Stunden bei Raumtemperatur, danach kommt es zurück in den Kühlschrank.


    Tipp

    Du brauchst immer nur einen Teil deines Anstellguts. Den Rest kannst du weiterverarbeiten – z. B. für Pfannkuchen, Waffeln, Cracker – kompostieren oder verschenken.


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